Eine Prezi macht noch keine gute Präsentation

Eine Prezi macht noch keine gute Präsentation

Gepostet von am Dez 11, 2012 in Prezi-Blog | Keine Kommentare

Eine Prezi macht noch keine gute Präsentation Prezi ist ein tolles Werkzeug für innovative, lebendige und nachhaltige Präsentationen. Es bietet die ideale Umgebung, um Ideen für andere verständlich zu machen, sie zu begeistern und eine Präsentation auf vielen verschiedenen Wegen zu teilen. Aber: die Verwendung von Prezi allein ist keine Garantie für eine tolle Präsentation! Prezi ist ein Werkzeug, so wie PowerPoint, Keynote, Slideshare, Slideshark und all die vielen anderen Präsentationsprogramme auch. Nicht das Programm selbst hat den Begriff „Death by PowerPoint“ verursacht, sondern die Art und Weise wie PowerPoint von uns eingesetzt worden ist. Garr Reynolds und viele andere zeigen uns, wie man auch mit PowerPoint (Keynote oder anderen Folienpräsentationprogrammen)  toll präsentieren und visualisieren kann. Das Risiko, dass mit der zunehmenden Nutzung von Prezi – inzwischen sind es über 15 Millionen Nutzer weltweit – „Seasickness by Prezi“ das neue „Death by PowerPoint“  in Unternehmen und Universitäten wird,  ist durchaus real. „This machine has no brain. Use you own!“  – frei nach diesem Prinzip ist es – vielleicht gerade bei einer Präsentationssoftware mit so viel gestalterischer Freiheit wie Prezi – unbedingt notwendig, dass wir uns vor und während jeder Gestaltung einer Präsentation klar machen, worauf es eigentlich ankommt: Eine Präsentation braucht ein klares Ziel und dies muss vorab feststehen! Was soll das Publikum nach der Präsentation denken, fühlen oder tun? Jede Präsentation braucht eine Kernaussage. Was soll das Publikum auch zwei Monate später noch in Erinnerung haben? Struktur schafft Verständlichkeit. Was sind die notwenigen Informationen – kurz und knackig auf den Punkt gebracht -, die das Publikum braucht um zu verstehen. Und welche Zusammenhänge bestehen zwischen diesen Informationen? Design und Gestaltung sind wichtig, aber kein Selbstzweck! So wie eine schäbige Verpackung dem Verkauf eines Produkts schadet, macht schwächt eine nicht durchdachte und/oder qualitativ minderwertige grafische Umsetzung die Wirkung der Präsentation insgesamt.  Grafische Effekthascherei allein kann allerdings auch nicht einfach über alle inhaltlichen Schwächen hinwegtäuschen. Wichtig ist gerade bei Prezi Design zum Sichtbarmachen der Struktur und dem Unterstreichen der Kernbotschaft einzusetzen und nicht auf willkürlichen Grafik-Schnickschnack zu setzen. Die Visualisierung dient der Unterstützung im Hintergrund. Die eigentlich „Show“ muss der Vortragende leisten. Nur wenn es ihm gelingt, eine echte Beziehung zum Publikum aufzubauen, kann ein überzeugender Vortrag gelingen. Diese Gedanken gelten unabhängig von einem bestimmten Präsentationswerkzeug. Bei meiner täglichen Arbeit mit Menschen in Unternehmen und Wissenschaft, die Prezi für sich nutzen wollen, erlebe ich immer wieder, dass diese Prinzipien leider noch nicht angekommen sind. Was sich insbesondere bei den ersten Entwürfen von Prezi-Anfängern beobachten lässt, ist dass die Prezis aussehen, wie eine Folienpräsentation mit Kamerafahrt. Inhalte werden fein säuberlich in rechteckige Kästen angeordnet und nacheinander abgespielt. Um die Kamerafahrt spannender z machen, werden diese Kästen dann – meist leider willkürlich – größer oder kleiner gemacht und lustig gedreht. Das bedeutet leider auch, dass all die Schwächen einer „klassischen“ PowerPoint (gemeint sind hiermit Präsentationen (à la „Death by PowerPoint“) übernommen und...

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