Prezi und der Wunsch nach Veränderung

Prezi und der Wunsch nach Veränderung

Prezi und der Wunsch nach Veränderung

Prezi und der Wunsch nach Veränderung

Marcos Xalabarder, mein Prezi-Experts-Kollege aus Spanien, hat vor einiger Zeit mal in einem tollen Workshop zum Thema Storywriting gesagt, wenn ein Kunde kommt und eine Prezi möchte, dann möchte er eigentlich Veränderung.

Nachdem ich inzwischen für sehr viele kleine und sehr große Kunden rund um die Welt Prezis erstellt und Workshops gegeben habe, bin ich begeistert davon, wie punktgenau Marcos Feststellung zutrifft. Der Wunsch nach einer Prezi ist in den allermeisten Fällen der Ausdruck des Wunsches nach Veränderung beim Thema Präsentationen.

Der Blick der Mediatorin

Wie komme ich zu dieser Feststellung?

Da mein Werdegang zur Präsentationsdesignerin nicht der klassische war, bin ich als Mediatorin in der Lage über gezielte Fragen herauszufinden, was genau die Interessen und Bedürfnisse meiner Kunden sind. Dabei konnte ich feststellen, dass sich die Interessen und Bedürfnisse dieser Stelle wiederholen.

Die meisten Prezi-Interessierten sind in erster Linie unzufrieden mit der Art und Weise, wie bislang präsentiert wird. Die bisherigen Unternehmenspräsentationen zeigen nicht (mehr) die gewünschte Wirkung. Sie überzeugen nicht und schaffen keine Aufmerksamkeit. Die Zuhörer werden nicht erreicht und können sie so auch nicht dazu bewegt werden, etwas Konkretes zu tun (z.B. einen Auftrag zu erteilen). Es herrscht Langeweile und Gleichgültigkeit sowohl im Publikum als auch auf der Bühne, Zeit (und damit auch Geld) verpufft einfach. Kurz: die eilig zusammenstellten und wild kopierten Folien im strengen Undernehmensdesign bringen es nicht (mehr).

 

Präsentationen sollen wieder wirken

Von einer Prezi erhoffen sich also die meisten, wieder Aufmerksamkeit zu wecken, das Publikum zu faszinieren, zu begeistern (und damit endlich wieder zu erreichen) und zu überzeugen. Sie möchten sich von ihren Mitbewerbern abgrenzen und in manchen Fällen auch dafür sorgen, dass ihre Mitarbeiter wieder mit mehr Spaß präsentieren. Kurz: sie hoffen, dass ihre Präsentation endlich wieder Wirkung zeigen.

Ist Prezi dafür geeignet? Ja.
Ist Prezi dafür das einzige geeignete Mittel? Nein.

 
Präsentationen: das Ziel kennen

Darauf kommt es wirklich an

Damit eine Präsentation wirkt, das Publikum erreicht und begeistert, braucht es mehr als nur das passende Werkzeug. Es geht im Kern darum, sich mit dem Publikum und seinen Bedürfnissen auseinander zu setzen und sich selbst über das Ziel, das man mit der Präsentation erreichen möchte, klar zu werden. Mit anderen Worten: ich muss wissen, wo ich hin will und wie derjenige, den ich auf diesen Weg mitnehmen möchte tickt. Nur dann kann ich Ihn davon überzeugen, dass es sich für ihn lohnt mitzugehen.

 

Wählen Sie das richtige Werkzeug

Das richtige Werkzeug auszuwählen ist erst der zweite Schritt. Es setzt zweierlei voraus: die Kenntnis verschiedener Präsentationsformen mit ihren Chancen und Grenzen und die Bereitschaft, etwas Neues auszuprobieren. Letzteres ist nicht zu unterschätzen, denn es ist mir in Gesprächen mit Kunden auch aufgefallen, der Wunsch zur Veränderung und die Bereitschaft für Veränderung nicht immer Hand in Hand gehen. Die Wirkung möge sich bitte verbessern, aber auch beim Einsatz von Prezi soll bitte alles so bleiben, wie bislang bei PowerPoint. Dies ist ein Grund, warum viele sog. „Prezi-Point“ erstellen – eine klassische Folienpräsentation kombiniert mit einer Kamerafahrt.

 

Mir ist klar, dass es ein großes Wagnis sein kann, sich in einem Unternehmen auf die Präsentationsbühne zu begeben und etwas anders zu machen, als es bislang üblich war. Allerdings können durch die durchdachte Konzeption der Präsentation – sei es mit einer Prezi, in völlig freier Rede ganz ohne Illustration, mit anfassbaren Requisiten, als Dialog mit dem Publikum oder wie auch immer – die Risiken deutlich minimiert werden. Immerhin sollte doch die Methode passend zum Publikum, dem eigenen Ziel und dem eigenen Thema sowie der eigenen Person ausgewählt werden.
Mut zur Veränderung bei Präsentationen

Veränderung setzt Mut voraus

 

Mit Prezi begeistern

Prezi ist, mit der gestalterische Freiheit die es bietet und seinem Neuheitfaktor sicher ein gutes Instrument, Aufmerksamkeit zu schaffen, Verständnis zu erhöhen und zu begeistern. Mit Prezi lassen sich Themen sehr strukturiert darstellen. Man kann einen guten Überblick geben, Zusammenhänge aufzeigen und ganze Erzählwelten kann. Kommt dann noch gute Grafik hinzu, ist der Wow-Faktor beim Publikum fasst garantiert.

 

Die große Chance

Die große Chance für Unternehmen, Wissenschaftler, Lehrende und jeden Einzelnen der zu Prezi wechselt, liegt allerdings aus meiner Sicht darin, alte Gewohnheiten und standardisierte, unpersönliche und überfrachtete Folien hinter sich zu lassen. Nehmen Sie Prezi zum Anlass, Ihr gängiges Präsentationsverhalten kritisch zu hinterfragen und konzentrieren Sie sich auf den Kern einer guten Präsentation. Die wenigsten von uns haben das Präsentieren in Ausbildung oder Studium gelernt – nutzen Sie die Gelegenheit.

 

Ändern Sie Ihr Vorgehen

Wechseln Sie einfach nur das Format ohne sich durchdacht mit einer Präsentation auseinander zu setzen, verpufft die Wirkung von Prezi schneller als Ihnen lieb ist. Nachhaltiger ist es, sich darüber klar zu werden, wie man Menschen überrascht, erreicht und begeistert. Die Wege dazu sind vielfältig, haben aber eines gemeinsam: sie setzen voraus, dass Sie sich vor der Präsentation mit Ihrem Gegenüber und seinen Erwartungen und Bedürfnissen auseinander setzen.

Trauen Sie sich, die Veränderung, die Sie sich wünschen auch tatsächlich anzugehen. Und wenn Sie Hilfe brauchen, bin ich gerne für Sie da.

In diesem Sinne noch eine schöne Woche
Ihre Melanie Schwarzer

(Bilder: Goldfischglas – © Mopic, Weg – @olli, Gabelung – © Mopic – alle über Fotolia.com)

Kommentar absenden

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

error: Content is protected !!